Herzlich Willkommen auf den Vereinsseiten des
Luftsport-Club Rheingau e.V. in Rüdesheim am Rhein


***Eibinger Forstwiesen***

Termine
06.07.2016 Mittwoch, 19.00 Uhr Vorstandsitzung im Clubheim
18.07.2016 - 29.07.2016 Sommerlager auf den Eibinger Forstwiesen.
Im Rahmen des Lagers bieten wir einen Schnupperkurs für Interessierte und Einsteiger zu besonderen Konditionen


Neuigkeiten
2016-04-26 Unser früheres Mitglied Klaus Schumann ist am 25.04.2016 im Alter von 81 Jahren verstorben. Klaus war unserem Verein immer sehr verbunden. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.
2015-04-17 Bericht zur Baumpflanzaktion
2015-04-14 Oldtimer starten in die Saison am Eltviller Rheinufer (Wiesbadener Kurier, 14.04.2015) ... Familie Euteneuer beim Sonntagsausflug erwischt ... es muss nicht immer in die Luft gehen.
2015-03-07 Neuer Vorstand gewählt:
1. Vorsitzender - Norbert Lorenz
2. Vorsitzender - Elmar Müller
Schriftführer - Leonie Henkel
Kassierer - Ina Wildmann
Beisitzer - Sebastian Stroh
2012-12-02 Hallo!

Hier ein Auszug aus einem Flight-Simulator X-Handbuch. Nicht aktuell, aber bestimmt interessant.


2012-10-22 Der letzte Flug - Rheingau im Herbst
2012-10-14 Segelfliegen beim LSC Rheingau

2012-06-08 Im Verein in die Luft gehen

Vor 60 Jahren wurde der Luftsportclub Rheingau gegründet



Fliegen erfordert auch beim Luftsportclub Rheingau Teamgeist.

Rheingau Echo. (mg) – Der Luftsportclub Rheingau e.V. wurde 1952 gegründet und nutzt seit 1958 das Fluggelände "Eibinger Forstwiesen", oberhalb von Aulhausen gelegen.

Der Verein besitzt drei Segelflugzeuge, einen Doppelsitzer und zwei Einsitzer sowie einen Motorsegler, eine dafür vorgesehene Flugzeughalle und ein Clubheim.

Zurzeit hat der Verein etwa 30 aktive Mitglieder, davon zwölf Jugendliche.

Verglichen mit anderen Vereinen, ist der Luftsportclub Rheingau e.V. ein eher kleiner Verein. Dies hat jedoch den Vorteil, dass ein sehr familiäres Verhältnis zwischen den Mitgliedern besteht. Denn nur als Team ist es möglich einen Flugbetrieb in Gang zu halten.

Um ein Segelflugzeug in die Luft zu bekommen, sind mindestens vier Personen notwendig: Ein Pilot, ein Windenfahrer, ein Flugleiter und ein Starthelfer. Einfacher geht es natürlich, wenn diese Arbeit unter noch mehr Personen aufgeteilt wird. Folglich gilt, wer fliegen will, muss helfen.

An Wochenenden und Feiertagen trifft man sich schon morgens, um gemeinsam die Flugzeuge auszuräumen. Gegen Abend werden diese dann auch wieder gemeinschaftlich eingeräumt.

Diese erforderliche Teamfähigkeit hilft besonders Jugendlichen in ihrer persönlichen Entwicklung. Sie lernen im Team zu arbeiten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Außerdem bietet das Segelfliegen eine spannende Alternative zu PC und Internet. Durch den ausgiebigen Aufenthalt in der Natur und deren Nutzung beim Fliegen, lernt man diese besonders zu schätzen. Nicht zuletzt deshalb beteiligt sich der Verein an den jährlichen Umweltaktionen "Sauberhafter Frühling".

Die Vereinsjugend nimmt jährlich an Jugendvergleichsfliegen teil, wo sie schon einige erfolgreiche Teilnahmen verbuchen konnte.

Neben dem Wettbewerb geht es vor allem darum einen "fremden" Flugplatz zu fliegen sowie Kontakte und Freundschaften mit Jugendgruppen anderer Vereine zu schließen.

Segelfliegen ist eine auch für Jugendliche erschwingliche Sportart. Ermöglicht wird dies auch durch sogenannte "Baustunden". Dies sind Arbeitsstunden, von denen pro Saison 40 Stück abgeleistet werden müssen. Unter diese Arbeitsstunden fällt z. B. die Wartung der Flugzeuge und Projekte, wie beispielsweise die Verlängerung der Startstrecke.

Durch aktiven Einsatz entfallen so zusätzliche Gebühren, die neben dem Jahresbeitrag und den Flügen entrichtet werden müssen.

Um mit seiner Ausbildung noch schneller voran zu kommen, organisiert der Verein in den ersten beiden Wochen der Sommerferien ein Fliegerlager. Dieses Angebot wird nicht nur von Flugschülern genutzt, sondern auch von Scheininhabern, um das Fliegen und die Gemeinschaft zu genießen.

Für Interessierte bietet das Fliegerlager eine ideale Gelegenheit, in Schnupperkursen den Sport und das Vereinsleben kennen zu lernen.

Außerdem richtet der Verein dieses Jahr ein Projekt "Segelfliegen" im Rahmen der Projektwoche der St. Ursula Schule in Geisenheim an.

Jedes Jahr, am dritten Augustwochenende veranstaltet der Verein das "Sommerfest der Segelflieger", welches sich immer wieder großer Beliebtheit erfreut.

Lautlos durch die Luft

Ein Segelflugzeug besitzt zwar keinen Motor, unterscheidet sich aber von seiner Steuerung her kaum von einem Motorflugzeug. Genau genommen ist jedes Flächenflugzeug in der Lage zu "gleiten".

Ein Segelflugzeug wird eigens dafür konstruiert, gut zu gleiten und Aufwindfelder ideal auszunutzen. Ein modernes Segelflugzeug besitzt etwa ein Gleitverhältnis von 1:30 (mit 1 km Höhe kommt das Flugzeug 30 km weit), Hochleistungsflugzeuge haben sogar Gleitzahlen von 1:60.

Um ein Segelflugzeug in die Luft zu bekommen muss es mit einem Seil "geschleppt" werden. Dies wird meistens mit einem Motorflugzeug oder einer motorgetriebenen Seilwinde gemacht.

Beim Luftsportclub Rheingau starten die Flugzeuge mit der Seilwinde. Dabei werden, abhängig von der Wetterlage, "Ausklinkhöhen" von ca. 300 bis 500 Meter gewonnen, bei einem Schleppstart mit Motorflugzeug ist die Höhe beliebig wählbar.

Damit ein Segelflugzeug lange in der Luft bleibt, nutzt der Pilot die sogenannte "Thermik" aus. Diese entsteht durch die Erwärmung der Luft. Werden einige Luftmassen wärmer als die Umgebungsluft steigen diese auf. Der Pilot macht sich dies zu Nutze, indem er in diesen Aufwindfeldern kreist.

Beobachtet man z. B. große Vögel wie Bussarde, sieht man, dass diese auf gleiche Weise an Höhe gewinnen. Um die Thermik ausfindig zu machen und effizient darin zu kreisen ist viel Übung notwendig.

Eine Flugsaison verläuft von April bis Oktober, da zu dieser Zeit Thermik und Flugplatz nutzbar sind. Segelfliegen ist ein wetterabhängiger Sport, deshalb sind Thermikflüge nicht jeden Tag möglich bzw. es kann nicht jeden Tag geflogen werden.

Segelflug ist eine traditionsreiche Wettbewerbssportart. In den Wettbewerben geht es meistens darum, eine vorgegebene Strecke so schnell wie möglich abzufliegen. Der Wettbewerbsflug eignet sich besonders als Motivation nach dem Scheinerhalt.

Ausbildung

Ziel der Ausbildung ist das Erlangen des "Luftfahrerscheins für Privatluftfahrzeugführer". Die Ausbildung, die mit 14 Jahren schon begonnen werden kann, gliedert sich in einen theoretischen und praktischen Teil, welche parallel ablaufen.

Im theoretischen Teil eignet sich der Flugschüler Wissen aus den Fächern Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Aerodynamik, Technik, Verhalten in besonderen Fällen und menschliches Leistungsvermögen an.

Dieses Wissen muss er später bei der theoretischen Prüfung bei der Luftfahrtbehörde des Landes Hessen, unter Beweis stellen.

Zu Beginn der praktischen Ausbildung wird mit einem Fluglehrer auf einem Doppelsitzer geschult.

Der Fluglehrer hat hier, ähnlich wie in einem Fahrschulauto, die gleichen Steuerungsmöglichkeiten wie der Flugschüler. Der Flugschüler lernt auf seinen Ausbildungsflügen das Starten, Geradesausfliegen, den Kurvenflug, Thermikfliegen und das Landen sowie das Verhalten in möglichen Gefahrensituationen.

Darf der Flugschüler zu Beginn bei der Steuerung des Flugzeuges "mitfühlen", wird er von Zeit zu Zeit immer mehr das Steuer in die Hand nehmen. Dabei soll der Flugschüler lernen seine Entscheidungen selbständig und verantwortungsvoll zu treffen. Der Fluglehrer wird später nur noch im Notfall eingreifen.

Hat der Flugschüler nach Meinung der Fluglehrer die "Alleinflugreife" erreicht (dies dauert meistens ca. ein Jahr), darf er von nun an, unter Aufsicht eines Fluglehrers am Boden, seine Flüge alleine durchführen. Der Fluglehrer kann den Schüler notfalls über Funk unterstützen.

Die ersten drei Alleinflüge, auch A-Prüfung genannt, sind ein besonderes Erlebnis für den Flugschüler. In der weiteren Ausbildung darf der Flugschüler Alleinflüge in sichtbarer Nähe des Platzes durchführen. Umstiege auf einsitzige Flugzeuge folgen.

Ein Highlight ist der 50 Kilometer Streckenflug, den der Flugschüler selbständig planen und durchführen muss. Hier verlässt der Flugschüler das erste Mal die gewohnte Umgebung des Heimatflugplatzes und muss sich nun selbständig von Aufwind zu Aufwind fliegen. Die Fähigkeiten, die er während der Ausbildung erlangt hat, werden ihm dabei ständig abverlangt.

Für den Flugschein muss der Schüler noch die praktische Prüfung bestehen. Dafür fliegt er mindestens drei Starts und Landungen mit einem vom RP Darmstadt zugeteilten Prüfer. Insgesamt sind für die Ausbildung zwei bis drei Jahre einzuplanen.
2011-09-30 Die Flugbewegungen rund um den Rhein-Main-Airport nehmen zu. Ein interessanter Liveticker macht die Flugbewegungen sichtbar, die auch mehr und mehr unser Gebiet tangieren. Mehr . . .
2011-09-08 Die Ausbildung beim LSC-Rheingau:
Ausbildungsleiter Segelflug: Jochen Jakobi
Ausbildungsleiter Reisemotorsegler und Stellvertreter Segelflug: Hasso Holdschick
Weitere Fluglehrer:
Walter Kirsch
Daniel Kreutz
Bernd Prohm
2011-08-25 Faszination des Fliegens
22.08.2011 - RÜDESHEIM

Von Thorsten Stötzer (Foto: RMB/Heinz Margielsky)

SOMMERFEST Luftsportclub Rheingau lässt Besucher in den Himmel abheben

Die Schieferdächer Kloster Eberbachs tauchen hinter einem Waldrücken auf. In den Freibädern ist aus 200 Meter Höhe zu erkennen, wie Schwimmer beim Sprung vom Beckenrand kleine Gischtwirbel erzeugen. Der Rhein schimmert silbern im regen Güterschiff- und Freizeitbootverkehr. Solche Eindrücke genießen beim Sommerfest des Luftsportclubs Rheingau Hunderte Besucher.

Von den Eibinger Forstwiesen bei Rüdesheim aus ermöglicht der Verein an die 250 Flüge für jedermann. Bernd Strauch aus Kiedrich war mit seinen Söhnen Tobias und Florian mit Stefan Henkel als Pilot in einem Motorflugzeug unterwegs. „Das ist nicht mit einer Linienmaschine zu vergleichen“, erzählt er nach der Rückkehr vom Luftblick auf seinen Wohnort: „Fliegen pur - in die Richtung geht das.“ „Es ist faszinierend, den Rheingau von oben zu sehen“, lautet Strauchs Fazit. Die Söhne zeigen vielleicht sogar weiteres Interesse an dem Sport.

Diesen Effekt wünscht sich der veranstaltende Verein natürlich. Schriftführer Michael Wilhelm fallen spontan mindestens fünf Leute ein, die nach früheren Sommerfesten wieder zu den Eibinger Forstwiesen kamen und heute aktive Mitglieder sind. „Das Fest ist eine gute Werbung“, ist er sich sicher und sieht Bedarf an Informationen: „Viele Rheingauer kennen unseren Verein gar nicht.“ Diesmal unterstützt der Himmel die Öffentlichkeitsarbeit. Vor allem am Samstag breitet sich nicht mal ein zarter Wolkenschleier aus. Die Kontraste sind im Sonnenschein so deutlich, dass jeder weit schauen und leicht Details am Boden erkennen kann.

Von „Blauthermik“ sprechen Wilhelm und die anderen Segel- und Motorflieger - in beiden Sparten bildet der Luftsportclub auch aus. Für Streckenflüge wären ein paar Schäfchenwolken hilfreich, die Thermik anzeigen, erklären die Fachleute. Für die Rundflüge beim Sommerfest ist ihnen der freie, blaue Himmel jedoch gerade recht. Zudem ist der Wind nicht ruppig, sodass die Gäste nicht durchgeschüttelt werden.

Wer von den Eibinger Forstwiesen abheben möchte, kann zwischen mehreren Optionen auswählen. Motorloses Gleiten ermöglicht ein Windenstart mit einem Segelflug-Doppelsitzer des Vereins. Bei 15 Euro für einen kurzen Segelflug beginnt die Preistabelle. Für drei Passagiere ist neben und hinter dem Piloten im Motorflugzeug Platz. Motorsegler und etwas futuristische Gyrocopter (Tragschrauber) stehen ebenso bereit.

Einen ganzen Kegelclub, nämlich neuen Personen, kann die Antonov AN-2 aufnehmen. Der weltweit größte Doppeldecker, der aus der Sowjet-Ära stammt, war mit seinen 18,18 Metern Spannweite schon häufiger in Rüdesheim zu bewundern. 30 Liter Hubraum und 1000 PS machen die sonst in Egelsbach stationierte Maschine zu einem markanten Punkt am Rheingauer Himmel, in den beim Sommerfest rund 350 Menschen aufsteigen.
2011-07-18 Luftsport-Club Rheingau e.V. erfreut sich steigender Mitgliederzahl.

Die gute Zusammenarbeit des aktiven Vorstandes macht sich bemerkbar, denn die Mitgliederzahlen steigen wieder permanent an, was auf die gute Ausbildung und Kameradschaft im Verein zurückzuführen ist.

Vor allem die vielen Jugendlichen wachsen in einem geordneten Umfeld auf und lernen sich zu integrieren und profilieren und haben natürlich viel Spaß dabei, was auch die älteren Mitglieder erfreut.
2008-10-03 Vereinsportrait aus dem Rheingau Echo vom 02.10.2008

Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos

Luftsport-Club-Rheingau ermöglicht Flugbegeisterten, den Rheingau von oben zu sehen

Rheingau. (sf) – Lautlos gleitet das kleine Flugzeug durch den Abendhimmel der Sonne entgegen. Das einzige Geräusch ist das Surren des Windes und man spürt genau, daß "über den Wolken die Freiheit wirklich grenzenlos ist", gemäß Liedermacher und Segelflieger Reinhard Mey. Bei den Rheingauer Segelfliegern auf dem Flugplatz auf den Eibinger Forstwiesen kann jeder, der es versuchen möchte, diese Art der Freiheit erleben und sich den Rheingau von oben betrachten.

56 Jahre ist es her, daß der Luftsport-Club-Rheingau gegründet wurde und noch heute sind die Segelflieger ihren Gründern dankbar, daß sie nach Aufhebung des Flugverbotes für Deutsche nach dem Zweiten Weltkrieg die Initiative ergriffen, den Segelflug im Rheingau wieder Wirklichkeit werden zu lassen. Der Dank gilt besonders dem damaligen 1. Vorsitzenden und Mitbegründer des Clubs und späteren Ehrenmitglied, Karl-Heinz Magnus. Am 18. Februar 1952 trafen sich die begeisterten Segelflieger Magnus, Rheingans, Nocher, Ettingshaus und Schmidt im Rüdesheimer Lokal "Sängerlust" und gründeten eine Rüdesheimer Fliegergruppe. Es begann eine schwere Zeit mit harter Arbeit, doch mit Begeisterung und Einsatz wurde der Grundstein für den heutigen Club gelegt. Schon damals erhielt man Unterstützung: Landrat Bausinger leistete eine Spende, mit der man ein "Grunau-Baby" bauen konnte. Zu dieser Zeit gab es bereits in Geisenheim eine Fliegergruppe, zu der die Rüdesheimer guten Kontakt hatten. Die Freundschaft der Vereine war so groß, daß man am 28. September 1954 bei einer gemeinsamen Tagung in Geisenheim beschloß, beide Gruppen zum Luftsport-Club-Rheingau zusammenzuschließen. Die Geisenheimer Piloten Wegmann, Kleppich, Hißnauer, Linker und Jakobi gehörten damals zu den Entscheidungsträgern. Die Geisenheimer Fliegerfreunde brachten auch eine Segelflugstartwinde und einen SG 38 mit in den Verein, die Rüdesheimer ein Segelflugzeug vom Typ MÜ 13-Bergfalke. Aus diesen Anfängen heraus wurde von Jahr zu Jahr aufgebaut, geplant und auch geflogen. Die ersten Erprobungsflüge wurden noch auf der Schönbornschen Aue auf den Geisenheimer Rheinwiesen durchgeführt. Obwohl die Begeisterung nicht nur bei den Vereinsmitgliedern, sondern auch beim staunenden Publikum groß war, wurden die Wiesen jedoch aus Sicherheitsgründen als Flugplatz abgelehnt.

Damit begann die Suche nach einen vereinseigenen Flugplatz. Man probierte es in Presberg, dann in Sobernheim, in Ailertchen im Westerwald, auf dem Mensfelder Kopf und auf einem der besten Flugplätze nahe dem Rheingau, in Finthen. Mit den dort stationierten Wiesbadener Fliegern, die sich "Maikäfer" nannten, gab es eine vorbildliche Kameradschaft. Die "Maikäfer" arbeiteten eng mit den Rheingauer Fliegern zusammen und ergänzten sich auch in der Ausbildung.

Für die Aufbau- und Werkstattarbeiten an den Flugzeugen hatte der Vorsitzende Magnus seine Werkstatt zur Verfügung gestellt. Und auch beim Flugbetrieb gab es mittlerweile Erfolge zu vermelden: 1957 nahmen die Piloten Rheingans und Stühlein am Deutschlandflug teil, um ihre Navigationskenntnisse zu erweitern. 1958 folgten Ferienlager in der Schwarzwald-Alp auf dem Klippeneck. Hier konnten Magnus und Rheingans für den Rheingauer Club die ersten fünf Stunden fliegen. Groß war schließlich die Freude, als man auf der Suche nach einem eigenen Flugplatz 1958 die Eibinger Forstwiesen entdeckte und als geeignet für den Flugbetrieb befand. Die ersten Erprobungsflüge wurden erfolgreich abgeschlossen und das Gelände schließlich mit Unterstützung der Stadt Rüdesheim und der Landesregierung als Segelflugplatz zugelassen. Ein halbes Jahr später, am 15. Mai 1959, wurden die Forstwiesen als Segelflugplatz eingeweiht und die Flieger konnten dort ihren 3000. Start mit dem vereinseigenen "Bergfalken" feierlich begehen. Dank der weiteren Unterstützung der Landesregierung konnte am 11. Juli 1960 ein weiteres Segelflugzeug vom Typ Ka 7 Rhönadler gekauft werden. Der damalige Geisenheimer Bürgermeister Konrad Braden fungierte als Pate und taufte das doppelsitzige Segelflugzeug auf den Namen "Stadt Geisenheim". Zwei Jahre später begannen die ersten Ausbildungslehrgänge in den Alpen. Die Erfolge waren so gut, daß man begann, jährlich dort ein Ferienlager durchzuführen. Und auch die Fliegerfrauen nahmen daran teil. Es wurde als gerechter Ausgleich empfunden, da ja gerade die Frauen im Club einen großen Anteil am Aufbau des Vereines hatten.

Der Erfolg des Luftsportclubs wurde schließlich gekrönt, als im März 1962 der Hessische Luftsportbund seinen Luftfahrertag in Rüdesheim veranstaltete. Die Rheingauer Piloten hatten die Gestaltung des Tages übernommen und fanden für ihre Organisation in ganz Hessen bei allen Fliegergruppen Anerkennung. Kurz danach, 1963, konnte mit dem dringend notwendigen Hallenbau begonnen werden. Bisher hatte man die vereinseigenen Segelflugzeuge in einer Scheune auf dem Ebental abgestellt. Als Dankeschön dafür, daß die Eigentümerfamilie Bender die Halle zur Verfügung stellte, halfen alle Clubmitglieder jedes Jahr bei der Heuernte mit. Doch im November 1963 wurde die eigene Flugzeughalle eingeweiht. Sie war in Gemeinschaftsarbeit von den Mitgliedern erstellt worden. Ein weiterer Meilenstein war 1964 die Anschaffung eines Leistungsflugzeugs vom Typ Zugvogel, das am 7. September 1964 durch den Rüdesheimer Bürgermeister und seinen Amtskollegen aus der französischen Patenstadt Meursault auf den Namen "Rüdesheim-Mersault" getauft wurde.

Mit dem eigenen Flugplatz, der neuen Halle und dem erweiterten Flugzeugpark konnte man dann erfolgreiche Vereinsgeschichte schreiben: 1970 wurde Pilot Friedel Anschau als Sportler des Jahres im Rheingau für seine fliegerischen Leistungen ausgezeichnet. Anschau hatte sich die Auszeichnungen "Gold-C mit drei Diamanten" erflogen. Und auch die Piloten Rheingans, Schlippert und Lorenz nahmen an Vergleichsfliegen des Hessischen Luftsportbundes mit Erfolg teil. 1976 konnte man auf den Forstwiesen den 50.000. Start durchführen. Die langjährige Aufbauarbeit hatte sich gelohnt, wie die Erfolge der Folgejahre bewiesen. Man richtete einen jährlichen "Tag der offenen Tür" ein, der von Jahr zu Jahr immer mehr Gäste auf die Forstwiesen lockte. Vor allem die Möglichkeit, in einem Segelflugzeug oder einem Motorsegler mitzufliegen, erfreute sich immer größerer Beliebtheit.